Community Portrait: Knusper

Liebe StarCitizenBase-Leser/innen,

die Community ist wohl einer der wichtigsten Stützpfeiler bei der Entwicklung von Star Citizen. Neben den zahlreichen Backern, die bereits die Alphaversion testen oder auf den Release des Spiels warten, gibt es auch die stetig wachsende Gemeinschaft der „Content Creator„. Sie erstellen Screenshots, Videos, Podcasts, Livestreams und vieles, vieles mehr.
In diesem neuen Format möchten wir euch nun nach und nach die deutschen Star Citizen Content Creator in einem Portrait vorstellen. Nach AstroSam und Rusty Strider ist Knupser nun der Dritte im Bunde.

Ihr seid auch Content Creator und würdet euch gerne in einem ähnlichen Artikel vorstellen? Kontaktiert uns gerne über FaceBook, Twitter oder per E-Mail an: info@starcitizenbase.de


Erste eigene Fußspuren im Sand

Community Creators, Teil III: Tristan, besser bekannt als „Knusper“, zählt zu den bekanntesten Youtubern der Szene.
Von Brubacker

Langsam senkt sich die Constellation auf den fremden Planeten hinab. Die Thruster geben Gegenschub und bremsen das riesige Schiff ab, bis es sanft aufsetzt. Der Lift setzt drei Raumfahrer ab, der erste Schritt im Sand hinterlässt den durchs Verse nur zu bekannten Schriftzug: RSI. 2014 hatte Cloud Imperium Games das Video zum ersten Mal auf dem E-Werk-Event während der Gamescom in Köln gezeigt. Wer dabei war, war hin und weg.

„Allzeit bereit“ für die Community: Tristan, besser bekannt als der Youtuber „Knusper“

Drei Jahre später hatte Tristan, besser bekannt als „Knusper“, seinen ganz eigenen „Conny-Moment“: „Ich kannte natürlich das Video, aber dass ich das selber einmal sozusagen mit dem eigenen Schiff nachspielen würde, das war für mich ein Schlüsselmoment“, sagt er. Es ist nun ein paar Monate her, da war der 30-Jährige mit seiner Constellation nach Daymar geflogen, schwebte eine Zeitlang über das Wüstensetting des Planeten hinweg, bevor er schließlich zur Landung ansetzte. „Als ich dann aus meinem Pilotensitz aufstand, mit dem Aufzug auf die Oberfläche hinab gelassen wurde und mit meinen ersten eigenen Schritten Fußabdrücke im Sand hinterließ, während langsam die Sonne hinter dem Horizont versank, da wusste ich wieder einmal: So eine Atmosphäre gab es einfach in noch keinem Spiel vorher.“ Es ist ein Moment, der sich ihm eingebrannt hat – und an den er sich selbst noch vielen Jahren erinnern wird, wenn sich das Universum einmal zu voller Größe entfaltet hat.

Der gebürtige Kölner, der aktuell im westlichsten Teil Deutschlands in Trier lebt, war im Frühjahr 2014 durch die Zeitschrift „Gamestar“ auf Star Citizen aufmerksam geworden. „Ich war sofort fasziniert von Chris Roberts Vision und ließ mich voll und ganz mitreißen“, sagt er. Sein erstes Spielpaket enthielt eine 315p von Origin Jumpworks. „Der Hersteller Origin hat mich schon damals begeistert und das tut er bis heute.“ Somit ist es nur wenig verwunderlich, dass heute auch die 600i und die 890 Jump zu seinen Lieblingsschiffen seiner Flotte zählen. „Vor allem das Design hat es mir angetan.“ Weiterhin beinhaltet seine Flotte unter anderem noch die „Cutlass Black“, die er nach dem Rework als einen der besten Allrounder einschätzt und die beiden Vanduul-Jäger „Blade“ und „Glaive“. „Auch diese sprechen mich vom Aussehen her sehr an.“

Hat einen hohen Wiedererkennungswert: Knuspers Youtube-Banner

„Ich stelle mir oft vor, wie das fertige Spiel sein könnte und wie ich mit meinen Freunden neue Sternensysteme in meiner 890 Jump besuche oder mit 20 bis 30 Leuten eine Idris von der Brücke bis zum Flightdeck betreibe und für Sicherheit im Verse sorge.“ Alleine für die vergangenen fünf Jahre an Träumereien und neuen Freundschaften habe sich das Projekt für ihn bereits gelohnt. Am meisten fasziniert ihn an Star Citizen dabei die Detailverliebtheit, die Grafik sowie die angestrebte Größe. „Ich glaube fest an das Projekt und deswegen habe ich auch Spaß daran, diese Faszination Menschen näher zu bringen und sie ebenfalls für das Projekt zu begeistern“, erklärt er. Bereits im Januar 2015 startete er daher seinen Youtube-Channel „KnusperLp´s„. „Damals gab es noch wesentlich weniger deutsche Quellen auf Youtube, über die man sich über Star Citizen informieren könnte. Da ich das schade fand, beschloss ich, die Leute selbst zu informieren, weil ich mir ja sowieso die Mühe machte, alles was es im Internet über das Projekt zu lesen gab, zu verschlingen.“

Sein erstes Video nahm er im VFG Industrial Hangar mit seinem Headset auf, schrieb dafür sogar ein eigenes Skript, an das er sich dann aber nicht wirklich hielt. „Diese erste Folge steht aber gar nicht auf Youtube. Dort heißt die erste Folge ‚Willkommen 2.0‚, weil es der zweite Versuch war.“ Den ersten Versuch hat er hingegen bis heute auf der Festplatte und wird ihn vielleicht irgendwann einmal vorstellen. „Nach den ersten Folgen mit natürlich nur wenig Klicks, freute ich mich sehr über die positiven Kommentare, die mich dazu motivierten, weiterzumachen.“ Bis heute schätzt er jede konstruktive Kritik und Vorschläge, was er besser machen kann. In seinen letzten Videos hat er etwa die Unterschiede zwischen alter und neuer RSI-Homepage aufgezeigt. „Bis heute nehme ich neue Videos dabei recht impulsiv auf. Wenn mich gerade ein Thema interessiert, dann sammle ich mir alle Informationen zusammen, die ich bekommen kann und dann mache ich ein Video darüber.“

Hier produziert Knusper seine Videos

Er nimmt Video- und Tonspur auf, mischt und schneidet alles zusammen, lädt es auf Youtube hoch und veröffentlicht es auf allen Kanälen, die er nutzt, darunter Facebook, Youtube, die RSI-Website oder das CIG-eigene Forum Spectrum. Im Schnitt arbeitet er an einem Video, in dem er Ingame-Material aufnimmt, rund das Doppelte der Laufzeit. Anders sieht die Sache hingegen bei Lore-Videos oder Concept Sales aus. Dann liegt der Aufwand für ein 15-minütiges Video bei zwei bis drei Stunden. Hier hat er wesentlich mehr Recherchearbeit und er braucht einige Versuche bis er die eigene Stimme so aufgenommen hat, dass es ihm gefällt. „Leider wird das nur selten durch die Klickzahlen gewürdigt, aber ich finde, dass trotzdem beide Arten von Videos dazu gehören.“

Allen, die planen, ebenfalls mit Videos auf Youtube oder Streams auf Twitch anzufangen, würde er raten die Sache nicht zu unterschätzen. „Wenn ihr einen Channel ernsthaft betreiben möchtet, werdet ihr viel Zeit und auch etwas Geld investieren müssen, um den aktuellen Qualitätsansprüchen auf Youtube einigermaßen gerecht zu werden“, sagt er. Das Wichtigste seien ein flüssiges Bild und ein verständlicher Ton. Das mit dem Bild ist gerade bei Star Citizen besonders schwer, denn wegen fehlender Optimierung ist das Spiel hardwarehungrig und durch das häufigere Abstürzen der Alpha braucht man mehr Geduld als bei anderen Spielen.

Knusper (links) im Arm mit „the Man himself“: „Star Citizen“-Schöpfer Chris Roberts

Auf die Spiele selbst bezogen, freut er sich mehr auf Star Citizen als auf Squadron 42. „Natürlich werde ich die Singleplayerkampagne auch auf meinem Channel spielen, aber ich mag mehr Multiplayer-Spiele und möchte mit meinen Freunden gemeinsam das Verse erkunden.“ Er selbst hatte schon einmal das Vergnügen, Chris Roberts kennen zu lernen und mit ihm ein paar Sätze zu wechseln. „Das war auf dem Gamescom Event 2015 im E-Werk in Köln. Über ein paar Oberflächlichkeiten ging es aber leider nicht hinaus.“ Am meisten interessiert Knusper die Arbeit der Künstler, vor allem der Concept- und Ship-Artists. „Wenn ich könnte, würde ich gerne bei den Jungs mal ein paar Tage Mäuschen spielen.“

Für die Zukunft würde er sich schließlich darüber freuen, wenn CIG einen direkteren Draht zu allen Content Creatoren aufbauen würde. „Gegebenenfalls würde das uns als Content Creatoren ersparen, manchmal bis spät in die Nacht auf einen Concept-Sale zu warten oder einige Dinge falsch zu interpretieren.“ Zum Spiel selbst kann sich Tristan vorstellen, dass es in fünf Jahren eine Version geben könnte, in der nahezu alle Funktionen enthalten sind. Er ist überzeugt: „Spätestens dann, wenn wir 15 bis 20 Systeme bereisen können, wird Star Citizen die gesamte Spielindustrie beeinflussen und die Spielerzahlen werden auf mehrere Millionen ansteigen.“

Der Name „Knusper“ leitet sich von seinem früheren Online-Namen „KnusperColonel“ ab. Den 30-jährigen Finanzkaufmann mit eigener Kanzlei haben dabei schon immer Simulationen und der Weltraum im Allgemeinen interessiert – die „Star Wars“-Reihe und natürlich auch Spiele wie „Freelancer“ hat er geradezu verschlungen. Sein erstes Computerspiel, an das er sich noch erinnern kann, war „Day of the Tentacle“ von LucasArts. Auch heute noch spielt Tristan gern Point-and-Click-Adventures wie zum Beispiel die „Baphomets Fluch“-Reihe, „Deponia“ oder „Edna bricht aus“, heute spielt er allerdings hauptsächlich Multiplayer- und Koop-Spiele, darunter „GTA V“ oder „Rainbow Six: Siege“, oder auch Simulationen, die physikalisch oder grafisch interessant sind wie „DCS World“ oder „BeamNG Drive“.

Quelle: StarCitizenBase
Social Media: FaceBook | Twitter | Community HubSpectrum

11 Kommentare zu “Community Portrait: Knusper

  • 5. Februar 2018 um 11:36
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    Knusper macht wirklich sehr gute Videos zu Star Citizen, wobei man auch nicht Crash und Astro Sam vergessen darf.

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  • 5. Februar 2018 um 15:22
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    Ich finde Knuspers Videos von allen die angenehmsten.
    Er lässt sich beim reden Zeit und man kann seinen Erklärungen auch sehr gut folgen.
    Da könnte sich der ein oder andere was ab gucken.
    Ich wünschte es gäbe mehr von seinen Videos. Aber hey, man ist ja auch mit dem zufrieden was man bekommt 🙂

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  • 5. Februar 2018 um 17:22
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    Ich finde alle auf Ihre eigene Art und Weise klasse, ob Angry, Crash, Astro oder auch Knusper. Selbst Roedas zieh ich mir ab und zu rein aber wirklich nur wenn ich Langeweile habe 😉
    Crash mag ich für ihre konstante Berichterstattung, Astro für seine tollen ausführlichen Übersetzungen und seine angenehme Stimme, Angry für seine eigene Meinung und für sein Kaffeeschlürfen, Knusper ist ne super Mischung aus allen und kann sich so schön fürs Spiel begeistern und Roedas Diesntagsrunde für seine ausschweifenden „kranken“ Anregungen 😀

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  • 6. Februar 2018 um 15:26
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    Knusper finde ich
    nicht gut.
    Auf kritische Nachfragen und konstruktive Hinweise wurde ich geblockt.
    In Game heult er mir zu viel über andere Spieler und ist nur besonderste mutig wenn er sein pack dabei hat.
    Nur das CASH Corps ist noch schlimmer. Das miese Denglish von sawyer sowie ihr pseudo professionelles Gehabe kann ich nicht ab.
    Ich bin angryBot Fan und Jessie von Star Citizen Blog mag ich.
    Beide auf ihre Art machen ihr Ding ohne Gefallsucht. Glaubwürdig eben. Mit denen würde ich auch gerne mal um die Häuser ziehen. Aber der Paul hat ja Pappa Stress ?.

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      • 7. Februar 2018 um 14:30
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        Finde ich auch schade.
        Aber Geld verdienen und Pappa sein hat nun mal Vorrang.

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    • 6. Februar 2018 um 23:26
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      Dadurch dass du meine Freundin und Corp-Kollegen als „Pack“ bezeichnest kann sich vielleicht der ein oder andere hier vorstellen warum solche Leute von mir geblockt werden. Konstruktive Kritik habe ich noch nie gelöscht. Aber ich glaube mit deiner unpassenden Ausdrucksweise merkst du ab und zu gar nicht, dass du beleidigend bist. Ich verbitte mir jedenfalls meine Freunde so zu nennen.
      Knusper

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      • 7. Februar 2018 um 14:27
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        Ich wollte niemanden beleidigen und entschuldige mich falls es so rüber gekommen ist.
        Vielmehr leitet sich für mich die Bezeiichnung „pack“ die ich für meine freunde verwende von Frank Sinatras „rat pack“ ab.
        Wie gesagt Verzeihung.

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        • 11. Februar 2018 um 13:02
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          Warum entschuldigst du dich?
          Wer lesen kann ist im Vorteil. Groß und Kleinschreibung beachten.
          Man hätte ja auch erst einmal nachfragen können wie du das meinst bevor man in den Opfermodus rutscht.
          Ansonsten bei Kritik gleich pipi in den Augen und laut um Hilfe rufen passt ja zu dem was ansaar schreibt.
          Traurig ist nur das die Leute das nicht sehn und einfach ohne Hirn alles konsumieren.

        • 11. Februar 2018 um 13:33
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          @sevenone Die Sache war ja eigentlich geklärt, bitte nicht weiter drauf rumreiten. Die Beteiligten können das ja auch unter sich klären, statt in einer öffentlichen Kommentarsektion.

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