Portfolio: Imperial Cartography Center (ICC)

Die ersten Karten der Menschheit enthielten Positionen der Sterne. Vor Jahrtausenden erschaffen und an Höhlenwände auf der Erde gemalt waren es Punkte, mit denen der Nachthimmel kartiert wurde. Man fragt sich, ob sich die ursprünglichen Kartenmacher hätten vorstellen können, dass ihre Nachfahren diese Sterne auch einmal besuchen würden?

Selbst wenn sich die Methoden drastisch geändert haben, führt das Imperial Cartography Center (ICC) diese stolze Tradition fort und kartiert weiterhin Himmelskörper aller Art. Diese UEE Regierungsbehörde ist am besten für ihre Deep Space Scanning & AstroGraphical Stationen bekannt, die nach Jump Points suchen, sowie für die elitäre Stellar Surveyors Einheit, welche neu entdeckte Systeme bewertet. Jedoch gehen die Verantwortlichkeiten und Reichweite des ICC weit über diese zwei Abteilungen hinaus. Von der Zusammenarbeit mit der Ark, um die Starmap auf dem aktuellsten Stand zu halten, bis hin zur Verfolgung des Baer Kometen, sobald dieser das Stanton System kreuzt, ist das ICC essentiell für die modernen Weltraumreisen.


Ausdehnendes Weltall

Seit Nick Croshaw sein Schiff erfolgreich durch den ersten Jump Point geflogen hat, fluteten angehende Entdecker die Sterne, besessen davon, der Menschheit bei ihrer weiteren Ausdehnung zu helfen. Allerdings waren die ersten Tage der Weltraumerkundung voller Gefahren. Experimentelle und unzuverlässige Ausrüstung gepaart mit der normalen, nicht kartographierten „Fläche“ führte zum tragischen Verschwinden vieler.

Die Menschheit rang damit, ihre wachsende Domäne zu regieren. Die verschiedenen nationalen Institutionen hatten sich noch nicht vereint, also gab es wenige Protokolle im Umgang mit neu entdeckten Systemen. Dies führte dazu, dass Nemos Endeckungsdatum 2364 im Laufe eines berühmten Rechtsstreits in Frage gestellt wurde, wobei sich zwei Firmen darum stritten, wem die Koordinaten des Jumps nach Nemo von Fora aus gehörten. Währenddessen verschwieg die Regierung die Entdeckung des Banshee Systems in 2317, da sie befürchtete, dass der mächtige Pulsar des Systems ein Sicherheitsproblem darstellte.

Nachdem im Jahre 2380 endlich die United Nations of Earth (UNE) gegründet worden waren, schafften sie Anreize für Entdecker, ihre Entdeckungen der Regierung zu melden, überließen es dabei jedoch dem Privatsektor, neue Systeme zu kartieren. Dies geschah aufgrund der Entscheidungen einiger prominenter und mächtiger Politikern, dass die UNE Regierung so knapp und effizient wie möglich agieren sollte. Sie glaubten, dass sich eine Industrie innerhalb des Privatsektors bilden würde, um diese Lücke zu füllen und so kam es auch.

Für ein paar Jahrzehnte lief diese Abmachung relativ gut. Zunächst gab es viele Kartographie-Firmen mit Schiffen und Technologie zur Kartierung von Systemen. Es dauerte allerdings nicht lange, bis Konglomerate die meisten vielversprechenden Firmen gekauft hatten und damit den Rest langsam aus dem Geschäft drängten. Ein paar Non-Profit-Unternehmen und akademische Institutionen überlebten diese Auslese und boten der Öffentlichkeit weiterhin detaillierte Karten, entweder kostenlos oder gegen geringe Gebühren, an. Aber durch ausbleibende Förderungen dauerte es nach der Entdeckung eines neuen Systems oft Jahre, bis ihre Produkte auf den Markt kamen.


Zum Vorteil der Öffentlichkeit

Über die Jahre erhielt die Regierung eine stetig steigende Zahl von Beschwerden gegen Kartographie-Unternehmen aufgrund ungeheuerlicher Ungenauigkeiten oder abgestufter Finanzierungspläne, aufgrund derer detaillierten Karten unbezahlbar für viele Konsumenten wurden. Ein besonders ruchloses Beispiel dafür war, dass der ‚Monroe Mapping Concern‘ ein ganzes Asteroidenfeld nicht auf eine Karte brachte, da sie einer Bergbaufirma Exklusivität zugesichert hatten. Dies ließ einige Politiker für mehr Aufsicht stimmen. Das Ganze spitzte sich im Pallas Vorfall zu. Nachdem sie Pallas entdeckt hatten, versäumte es Gaia Planet Services, das System korrekt zu scannen, bevor sie mit dem Terraforming-Versuch von Pallas III begannen. Es stellte sich nämlich heraus, dass es bereits von den Xi’An beansprucht worden war, einer zu diesem Zeitpunkt unbekannten Spezies. Da sie realisierten, dass es Regulationen zur Kartierung neuer Systeme geben musste, wurde im Jahre 2531 die ‚Goverment Cartography Agency‘ (GCA) gegründet.

Zunächst war die GCA damit beauftragt, alle neuen Systeme zu scannen und zu kartieren, um sicherzustellen, dass der Öffentlichkeit die weltraumgestützten Informationen so aktuell wie möglich zur Verfügung standen. Nachdem sich Ivar Messer im Jahre 2546 selbst zum Imperator ernannt hatte, erkannte er, dass sich die GCA in einer Schlüsselposition befand, um das Wissen über das bekannte Universum zu kontrollieren. Nicht lange nach seiner Vereidigung wurde privaten Kartographen mitgeteilt, dass diese ihre Arbeit einzustellen haben. Kartierung wurde verstaatlicht und die GCA in ‚Imperial Cartography Center‘ (ICC) umbenannt.

Unter Ivar Messer wurde eine astronomische Menge Credits in das ICC gepumpt. Firmen mit engen Verbindungen zum Messer Regime erhielten gewaltige Aufträge für die beste für Geld erhältliche Scanner-Ausrüstung und bekamen Verträge zum Bau von Deep-Space Scanner Stationen. Das ICC integrierte sich schnell in eine Reihe von Regierungsbehörden und Organisationen, darunter natürlich auch das Militär. Deep-Space Scanner Stationen hielten ein Auge auf die Systeme der Perry-Linie und halfen bald auch bei der Überwachung der Vanduul Klans an der Westfront. Ohne Konkurrenz aus dem Privatsektor wurde das ICC zu einer essentiellen Behörde und erhielt einen Grad von Autonomie, welcher den der anderen Behörden unter Messers Herrschaft bei weitem übertraf.

Irgendwann nutzte das ICC diese politische Unabhängigkeit. Im Jahre 2715, drei Jahre nachdem Orion an die Vanduul gefallen war, ordnete Messer VIII an, das System und alle Jump Points in dieses zum Wohle der Öffentlichkeit von nicht-militärischen Karten zu streichen. ICC Direktorin Loretta De Biasio weigerte sich mit der Begründung, dass es viel gefährlicher für die Bewohner von mit Orion verbundenen Systemen sei, nicht zu wissen, wo plötzlich Vanduul Klans auftauchen könnten.

Der Imperator war von dem Trotz des ICC aufgebracht und drohte mit drastischen Kürzungen des Budgets der Behörde. Aber um die Angelegenheit noch schlimmer für den Imperator zu gestalten, unterstützten prominente Mitglieder des Militärs die Position von De Biasio. Manche drohten sogar mit ihrem Rücktritt, sollte De Biasio gefeuert werden oder das Budget der Behörde drastisch gekürzt werden. Es gibt Beweise, das aufgrund ihres Ungehorsams Vergeltungsmaßnahmen gegen De Biasio geplant wurden, Messer VIII jedoch in seinem Bett erstochen wurde, bevor diese umgesetzt werden konnten.

Und so überlebte das ICC, welches lange mit den Messers verbunden war, deren Niedergang. Die Behörde hatte sich zu tief im Gewebe des Empires verwurzelt, um entfernt zu werden. Es hatte außerdem genug Unabhängigkeit gezeigt, um einem Namenswechsel zu entgehen, den andere Behörden durchmachten, um der Verbindung mit den dunklen vergangenen Zeiten zu entgehen. Heute scannt das ICC von ihren zahlreichen Stationen aus Jump Points, bietet Daten für die Ark, um die Starmap aktuell zu halten, und noch vieles mehr.


Stellar Surveyors

ICC Suveryor PatchDas ICC ist außerdem die Heimat einer der angesehensten Wissenschaftsorganisationen – der Stellar Surveyors. Diese Eliteeinheit aus multi-talentierten Individuen aus sowohl dem öffentlichen als auch privaten Sektor sind die Ersten, die ein neues System besuchen und kartieren, nachdem es entdeckt wurde. Im frühen 30. Jahrhundert war es ihre Bewertung des Stanton Systems, welche Politiker davon überzeugte, perfekt für einen systemweiten Business-Park geeignet zu sein. Kürzlich entdeckten sie das Kabal System, nur um dort verlassene Tevarin Städte auf Kabal III zu finden. Sie standen außerdem ihrer bisher größten Herausforderung gegenüber – dem Erkunden und Kartieren des Tamsa Systems und dem schwarzen Loch in dessen Zentrum.

„Den Weg vor uns kartieren“ mag zwar das Motto der Stellar Surveyors sein, aber es ist außerdem eine angemessene Maxime für das gesamte ICC. Egal ob es den Messers Paroli bietet oder neue Jump Points findet, die dem UEE neue Welten eröffnen, das ICC hat seinen Blick klar auf die Zukunft gerichtet.


Quelle: RSI
Übersetzung: StarCitizenBase
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Sintoxic

C.R.A.S.H Corps Navy - Wissenschaftler - Fasziniert von der "Star Citizen"-Lore und allen Geschichten, die von der Community für dieses Universum geschaffen werden

3 Kommentare zu “Portfolio: Imperial Cartography Center (ICC)

  • 12. Juli 2018 um 12:18
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    Danke fürs Übersetzten…..das Exploren oder Erkunden wird auch mein Steckenpferd sein in SC 🙂
    Dafür gibt es auch nur einen Wahlspruch 🙂
    Ad Astra ….zu den Sternen
    Gruß
    Furthark Drag

    Benutzer, denen dieser Kommentar gefällt:

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    Antwort
  • 12. Juli 2018 um 18:27
    Permalink

    Vielen Dank für die Übersetzung ^^.
    Nun weis ich auch endlich was ICC ist xD. Sehr informativ und es macht mit jedem Artikel mehr bock endlich los zu explorern.

    In diesem Sinne auch von mir:
    – Ad Astra –

    Antwort
  • 12. Juli 2018 um 22:00
    Permalink

    Vielen Dank für die schnelle Übersetzung! Viele Sprungverbindungen sind in der Starmap verzeichnet, aber vielleicht kommen noch weitere aber instabilere Sprungpunkte zustande. Dennoch hält die Idee inne, dass unbekannte (sichere) Sprungpunkte größere Schiffsgrößen in bekannte Systeme zulassen könnten.

    Ad Astra – Lebt lang und in Frieden
    Palado

    Antwort

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