Exklusivinterview mit Markus Zierhofer

Seid gegrüßt Sternenbürger,

Wir alle kennen unsere Jungs aus Ihrem YouTube Channel “Crash Academy“, aber es existieren eine Vielzahl von Arbeiten, die im Hintergrund verlaufen, die uns als Zuschauer gar nicht recht bewusst ist. Aus diesem Grund möchten wir Euch heute einmal einen kleinen Einblick in einen Arbeitsbereich geben und Euch mit der Person, vertraut machen. Stichwort: “Arbeit im Hintergrund” passt an dieser Stelle sogar Punkt genau, denn es geht um niemand anderen als unseren eigenen Komponisten Markus Zierhofer.
Markus bereichert den Crash Academy Channel mit diversen Audio/Musik Tracks, die speziell von Ihm in Zusammenarbeit mit Crash Academy komponiert und editiert wurden.

 


 

Interview mit Markus Zierhofer

 

Vestom: Hallo Markus! Grüße dich! Vielen lieben Dank, dass wir dich heute hier haben dürfen!

Markus Z.: Die Freude ist ganz meinerseits!markus-zierhofer-portrait

Vestom: Du machst ja für unsere Corp bzw. den YouTube Channel von den drei Jungs die Soundtracks. Wie bist du denn eigentlich selbst zur Musik gekommen?

Markus Z.: Ja, das ist immer so eine Frage…haha. Ich bin in sozusagen in und mit der Musikproduktion aufgewachsen. Also mein Vater war Schlager-Produzent und da war ich natürlich schon selbst seit frühester Kindheit immer dabei. So ziemlich alles, was mit Aufnahme, Bearbeitung am Computer und Musik an sich anging, habe ich von Anfang an mitbekommen. Dann war es auch natürlich der Fall, dass wir ein Klavier ins Haus bekamen, als ich 3 – 4 Jahre alt war. Ich habe dann angefangen Klavier zu spielen und bin dann mehr und mehr alles was mit Musik zu tun hat durchgegangen. Von der Schule im Fach bis hin zur Hochschule. Dabei habe ich nebenbei schon selbst angefangen Musikstücke selbst zu schreiben, zu komponieren und das am PC zu verwirklichen.

Vestom: Super! Dann ist es ja auch kein Wunder, dass du mit einer leidenschaftlichen Professionalität an und mit der Musik arbeitest. Du sagtest ja, dass du in der Schule bereits damit angefangen hattest und es ja dann sogar in der Hochschule bzw. Universität weiterging.

Markus Z.: Ja, richtig. Ich habe in Wien auf der Hochschule “Klavier” und “Komposition” studiert und in letzterem meinen Bachelor auch abgeschlossen.

Vestom: Hattest du neben oder nach dem Studium bereits Angebote gehabt oder schon richtig mit anderen zusammen an und mit Musik gearbeitet?

Markus Z.: Das kann man so sagen. Ich selbst war an diversen Workshops beteiligt, unter anderem in Wien selbst, was aber schon ein paar Jahre zurück liegt. Das war noch ein verhältnismäßig kleiner Workshop, den man erleben konnte, aber es waren sehr coole Leute dort. Genau daraus haben sich dann jene Kooperationen gebildet, über die man eine weitere Zusammenarbeit vertiefen konnte. So war ich schon mit 18 Jahren bereits in “Resistance: Burning Skies” (ein PSVita Game) involviert. So war ich dann auch letztens Endes in Los Angeles für einen Monat, um an einem Indie Filmprojekt mitzuarbeiten. Dort sollte ich dann mit einem Kollegen, mit dem ich schon zusammengearbeitet habe, als Assisatant Arranger und CoWriter diesen Film durchscoren (komponieren), da wir den Pitch, für den die Arbeit am Film ausgeschrieben wurde, gewonnen haben. Wir haben den Film dann auch innerhalb von 2 bis 3 Wochen durch gescored. Leider gab es während dem Filmprojekt ein paar Probleme mit dem Regisseur, der ein wenig crazy wurde, wodurch die Zusammenarbeit recht schnell beendet wurde.

Vestom: Was war denn dein Vorhaben nach dem Bachelor Studium gewesen? Du hast ja jetzt in “Komposition” deinen Abschluss. Was strebst du als nächstes an?

Markus Z.: Babelsberg, Filmmusik, Potsdam Also ich wollte definitiv weiterstudieren. Aufgrund meines Studiengangs in Klavier und Komposition und den Bachelor Abschluss,  wollte ich mich im nachfolgenden Master Studiengang auf “Filmmusik” spezialisieren. Leider ist Österreich nicht gerade das größte Fleckchen dafür. Also entschied ich mich für den Masterstudiengang  in Filmmusik an einer Universität in Babelsberg, Potsdam in Deutschland, an der ich jetzt meinen Master anstrebe.

Vestom: Und hast du neben dem Studium in Babelsberg auch andere Projekte nebenbei?

Markus Z.: Ja, definitiv. Allein von dem Studium bringen sich einige Chancen mit, an Projekten mitzuwirken. Außerdem wirke ich an einigen deutschen Filmproduktionen mit, obwohl es da auch immer gerne mehr sein darf. *lacht* In der Filmmusikproduktion gibt es immer noch ein paar Probleme, wenn du recht neu bist, aber da wird sich schon alles einspielen. Filmprojekte dauern generell immer etwas lange, bis da etwas rauskommt.

Vestom: Abseits von Filmen, bist du, wie wir alle hier, ja ein großer Fan des Star Citizen Spiels. Wie bist du denn damit in Verbindung gekommen?

Markus Z.: Ich denke mal, so wie wir alle zu aller erst einmal durch die Kickstarter Kampagne, in der das Spiel ja ein großes Aufsehen erregt hat und die Möglichkeit und Konzeption der Entwicklung und die Idee einfach weiter Features zu entwickeln und das Spiel weiter auszubauen, je mehr Spenden geflossen sind. Sowas gab es einfach vorher so in der Form nicht. Ich hatte es dann tatsächlich sehr lange Zeit nicht mehr auf dem Schirm, bis ich von anderen aus meinem Bekanntenkreis drauf aufmerksam gemacht wurde und auch mitbekommen habe, dass man es tatsächlich schon in Auszügen spielen kann. Seit dem bin ich da natürlich dran, auch wenn es ein wenig schwer fällt, da die Anforderungen für den PC sehr immens sind, aber insgesamt ist das ein super Projekt.

Vestom: Es kam ja dann wie es kommen musste, lieber Markus: Es gab einen Punkt, an dem du, als Fan beide Leidenschaften, zum einen für das Spiel, zum anderen für die Musik vereint hast und angefangen hast für uns zu komponieren. Wie kam es denn überhaupt dazu? Wo war da die Verbindung oder der Anfang?

Markus Z.:  Die Universität, an der ich studiere hatte letztes Jahr eine Kooperation mit der Games Academy in Berlin. So haben wir zusammen ein paar Projekte angegangen, über die ich Argus_Honory (zu der Zeit, Head of PR bei CRASH) kennen lernte. Er brachte mich wieder auf das ganze Star Citizen Thematik und stellte mir auch das Projekt und die Vision des C.R.A.S.H Corps vor. Er dachte sich, dass es wirklich super cool wäre, wenn das C.R.A.S.H Corps einen eigenen Soundtrack hätte, der es vorstellen und umreißen könnte. Diese Idee hatte er mir auch vorgestellt, die ich letzten Endes auch gar nicht ausschlagen konnte, weil ich dachte, dass das ein Projekt ist, hinter dem ich vollends stehen kann. Ich wollte in dieses Projekt dann so viel Herzblut stecken, wie es die Jungs von CRASH selbst für das Projekt von Chris Roberts tun.

Vestom: Ganz großes Kino! Ich selbst höre ja den C.R.A.S.H Score sehr gerne, bin selbst ein richtiger Fan von geworden und gerade beim Main Theme bekomme ich auch noch nach 20x hören immer noch eine Gänsehaut! Einfach großartig! Großes Kompliment! Dahingehend, Markus, gibt es eigentlich darüber hinaus einen groben Plan, den du für C.R.A.S.H hast. Ob du noch weitere Tracks produzieren möchtest, ob du weißt, wie diese ungefähr aussehen werden (Anm. der Red. anhören werden). Gibt es da konkrete Pläne? Kannst du da schon etwas leaken?

Markus Z.: *lacht* Danke erst einmal für das Kompliment! Geplant ist ja von Grund auf schon einmal Themen zu erstellen, die die bekannten Figuren des C.R.A.S.H Corps beschreiben und vorstellen sollen. Gerade das ist bei Star Citizen möglich, da es Community basiert ist. Du hast so viele Möglichkeiten, diesen Raum, der uns das Spiel gibt, mit Inhalten zu füllen und da eignet sich passende Themen-, Hintergrund, oder Begleitmusik ideal zu. Später möchte ich dann für das gesamte CRASH Score (Album) auch längere Tracks erstellen, da die Themen der bekannten Figuren recht kurz gehalten sind, da dort nicht viel mehr drin ist, als das eigentliche Thema. Deswegen macht es auch nicht so viel Sinn dieses Thema der Figuren zeitlich in die Länge zu ziehen.

Vestom: Eine große Frage zum Abschluss: Was sind deine großen Ziele im Leben? Hast du da schon etwas, das du anstrebst?

Markus Z.:  Naja, also man hat natürlich immer Ziele und Ziele ändern sich auch in gewisser Hinsicht. Ich hatte natürlich als 17 und 18 Jähriger den Wunsch nach Hollywood zu gehen, oder nach Amerika in die großen Studios.  Das fand ich zu diesem Zeitpunkt, man muss es so sagen, unglaublich geil. Ich war ja auch bei Sony Pictures mal drin, hab einige Gebäude mal von innen gesehen. Das war natürlich das ganz große Ziel. Aber momentan bin ich eher der Meinung, dass man auch das machen sollte, was einen erfüllt und das macht, gerade bei der Musik, nicht die Größe, egal ob es sich hierbei um die Größe des Projekts oder der Bekanntheit handelt. Der Musikmarkt ist da auch leider nicht so einfach. Ich bin selbstverständlich Vollblutmusiker und komponiere am liebsten für Spiele und Filme. Ich denke mein größtes Ziel ist es, generell Projekte zu haben, mit denen man sich identifizieren kann und hinter denen man zu 100% stehen kann. Im kommerziellen Musikmarkt musst du als Künstler oftmals künstlerische Einschnitte machen, um eben diesen Markt zu bedienen und die gerade die großen Player zufrieden zu stellen. Ich denke, dass das auf Dauer nicht gesund ist. Deswegen suche ich eher Projekte, bei denen ich diese Problematik weniger habe. Diese sind meistens auch klein, können aber natürlich größer werden, aber wenn ich von Anfang an dabei bin, kann ich da einfach selbst mehr bestimmen. *lacht* Es ist schwierig.

Vestom: Markus! Ich sage vielen, lieben Dank für das aufgeschlossene, herzliche Interview! Ich freue mich in Zukunft in Verbindung mit Crash noch mehr von dir hören zu können! Ich bin auf die nächsten Titel gespannt! Das sind wir glaube ich alle!

Markus Z.: Kein Problem! Immer wieder gerne!


Über Markus Zierhofer

markus-zierhoferAufgewachsen mit Klaviertasten und den schönen buten Lichtknöpfen von Mischpulten und Musik Konsolen und geschult durch die Schlagermusik Produktion seines Vaters im jungen Alter im südlichen Österreich, nahe der Alpen bis hin zur zeitgenössischen Musik und Erfahrungen damit in der Mitte Wiens, erstellt und komponiert er nun orchestrale Soundtracks, dramatische Melodien und sich einander ergänzende Atmosphären für Filme und Videospiele.

Geboren im Jahre 1993, entwickelte er schon früh eine Faszination für Musik von Spielen und Musik. Er komponierte verschiedene Szenen für den “Wiener Film Musik Preis” und schaffte zweimal nacheinander an die Spitze (2011/12). Es gelang ihm einen großen Schritt nach vorne in seiner Handfertigkeit mit der Musik über die Teilnahme an dem “Hollywood Music Workshop” in Klosterneuburg von 2008 bis 2013. Dies gab ihm die Möglichkeit und den Vorteil mit etablierten Filmmusik Komponisten, wie Don Williams, Bruce Broughten oder Conrad Pope zusammen zu arbeiten und sich in das Musikfilmgeschäft einzubringen.

Nach einigen internationalen Musikproduktionen für Sony’s “Resistance: Burning Skies“ (Orchestration/MIDI-Preperation) oder den Film “The Return of Elias Urquijo“ (Orchestration) wurde er zum haupt verantwortlichen Komponisten für das Spiel “St. Christopher’s School Lockdown” und arbeitet im Moment für die Filmfirma “Silver Lining Films“. Er hat für eine Vielzahl an Filmen in Österreich und Deutschland komponiert und schreibt ebenfalls Musik für die internationale Musikbibliothek “EON Production”, “RavenRed“, “Klanglobby” und der Sound library “Vienna Symphonic Library”.

Im Jahre 2014 schloss er die “private Musikhochschule Wien” im Fach “Komposition” unter Prof. Christian Minkowitsch mit dem Bachelor ab. Außerdem hat er “Klavier” unter Prof. Natasa Velkjovic an der “Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien” seit 2011 studiert. Er studiert momentan an der „film university Babelsberg Konrad Wolf“, nahe Berlin im Masterstudiengang und arbeitet zukünftig an interessanten Projekten und Kooperationen mit, beispielsweise mit der Games Acedemy in Berlin. Neben seiner Kompositionsarbeit, Arrangement-Arbeiten und der Arbeit mit Orchestern für die Schule in Auckland und Neuseeland, ist er auch für die österreichische Firma “Stella-Musica“ tätig.


 

Besuche Markus auf seiner eigenen Homepage und schau dir seine weiteren Kompositionen und Projekte an!

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Vestom

Germanist, Politikwissenschaftler und unglaublicher Space Sim Fan

5 Kommentare zu “Exklusivinterview mit Markus Zierhofer

  • 10. Januar 2016 um 13:53
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    Markus macht echt ne hammer Arbeit. Ein wahrer Vollblutmusiker!
    Noch mal, an dieser Stelle, für dich: Hut ab und vielen Dank für deine geile Musik, Markus! Wir freuen uns sehr, auf das was kommen wird.

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  • 12. Januar 2016 um 22:18
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    Wunderschöne Arbeit! Echt EPISCH!

    Und ganz ehrlich, wie geil muss das sein ein Lied gewidmet zu bekommen?
    Finde das Persönlich eine riesen Ehre für die jenigen.. Hut ab auch von mir..

    Antwort
  • 14. Januar 2016 um 15:24
    Permalink

    MARKUS!!!!!!! Unser Held! 😀

    Was soll ich sagen, ich bin immer noch und weiterhin komplett begeistert von der Musik, die Markus geschaffen hat. Schon beim ersten Musikthema habe ich direkt eine Gänsehaut bekommen und es geht mir nach wie vor so!

    Vielen Dank für Deine großartige Arbeit, Markus! Wir freuen uns schon sehr auf die kommenden Tracks von Dir! 🙂

    Antwort
  • 15. Januar 2016 um 18:55
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    Da kann man Vestom nur zustimmen, “Ganz großes Kino”!

    Was wäre die Kino- aber auch die Spiel-Welt ohne solch fantastische Komponisten.

    Antwort

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